Ebbelwoi

Den Apfelwein, wenn auch nicht den hessischen, kannten bereits die Griechen und die Römer.

Überall dort, wo aufgrund des Klimas oder des Bodens die Traubenherstellung schwierig war, hat der Obstwein Tradition. Häufig wird er als Cidre, süsser Apfelwein mit einem höheren Alkoholgehalt, bezeichnet. In Hessen entsteht der Apfelwein nach traditioneller Herstellung ohne Zugabe von Zucker und mit vollständiger Gärung.

Apfelwein kann wie andere Weine auch haltbar gemacht werden. Traditionell geschieht das aber mit einem sehr geringen Prozentsatz saurer Früchte, die den Apfelwein klar und haltbar machen.
Eine der traditionellen Früchte hierfür ist der Speierling, der kein Apfel, sondern eine Frucht aus der Familie der Eberesche ist.

Der Apfelwein wird häufig, besonders wenn er "gespritzt" wird, als reines Erfrischungsgetränk gesehen. Er ist aber ganz im Gegenteil ein echter Fruchtwein, der - richtig gekeltert - ein reines Naturprodukt ist. Richtig gekeltert schmeckt Apfelwein zwar nach Säure, aber nicht stärker bitter, als jeder andere Wein auch.

Das Magisches Dreieck

Zum Apfelwein gehören:
• die typischen Gläser, die Gerippten,
• ein Krug aus Steinzeug, der Bembel, und
• ein kleiner Holzdeckel, um den Apfelwein vor
  Schmutz und Fliegen zu schützen, das Deckelchen.

Alles zusammen wird magisches Dreieck genannt. Wer schon einmal einen Bembel alleine getrunken hat, weiss auch warum.

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